Fußball Kreispokal Anhalt Bitterfeld: Der SV Pouch Rösa Hat Das Ding

Roitzsch -

Kaum ertönte der Abpfiff, da war Steffen Dalichau auch schon das erste Mal nass. Der Trainer des SV Pouch-Rösa hatte gerade Teammanager Mario Tiefenbach umarmt, da kam schon die Sektdusche von hinten.

Den 50-Jährigen störte es aber wenig. Ebenso wenig wie Steven Wittek, von dem man annehmen könnte, ihm würden aufgrund der 77 Minuten Spielzeit Schweißperlen vom Gesicht laufen. Aber dem Stürmer wurde mehr als nur einmal der Sekt über den Kopf geschüttet.

Wittek trifft dreifach

Auch er nahm es gelassen, schnappte sich sogar selbst eine Flasche und rannte damit zu den Anhängern des SV Pouch-Rösa.

Eine kleine Revanche, aber auch ein Dank, denn die Fans hatten ihren Verein im gesamten Finale des Kreispokals 2016/17 unterstützt. Die Mannschaft bescherte ihnen dafür den Pokal. Mit 6:2 wurde der SV Gölzau besiegt.

„Es war überragend“, sagte Wittek, der mit drei Toren einen großen Anteil am Sieg hatte, „wir haben eine solide Saison mit einer soliden Leistung gekrönt.“

Jubel bei Pouch-Rösa

Für den 25-Jährigen war es nicht das erste Kreispokalfinale. Auch in der Saison 2011/12 stand er schon in der Endrunde. Damals ging es gegen den SV Friedersdorf. „Da war das Ergebnis ähnlich deutlich, allerdings zu Gunsten des Gegners.“

Dieses Mal durfte Pouch-Rösa jubeln. „Dieses Finale war schon etwas anders als mein letztes“, schätzte der Offensivspieler ein, „das lag aber auch am Gegner. Aber der SV Gölzau hat sich auf keinen Fall unter Wert verkauft.“

Das 1:0 nach zehn Minuten auf dem Feld

Und das, obwohl der „Gastgeber“ auf dem Sportplatz des SV Roitzsch zur Pause schon mit 1:4 vorentscheidend zurücklag. Bereits nach zehn Minuten traf Patrick Ronneburg zum 1:0.

Dennis Seifert, Wittek und Robert Quilitzsch sorgten innerhalb einer guten Viertelstunde für die restlichen Treffer für den späteren Sieger.

Gölzau gelang per Elfmeter durch Rumen Rehsack (37.) noch das 1:4. Auch das Tor von David Jammrath (54.) war am Ende nur Ergebniskosmetik. Steven Wittek traf noch zweimal (62., 73.).

Klassenerhalt geschafft

Die Gölzauer waren zunächst doch ziemlich geknickt, aber „letztlich zählt, dass wir unser Saisonziel mit dem Klassenerhalt in der Kreisoberliga geschafft haben“, sagte Trainer René Pannicke, der das Team zusammen mit Steffen Schliemann und Thomas Buchholtz leitet, „die Jungs sollten sich im letzten Spiel der Saison noch einmal gut verkaufen.“

Pannicke gab aber zu, dass die Mannschaft schon bessere Spiele gezeigt hätte. Dennoch „bin ich natürlich stolz, dass wir im Finale waren“. Der 31-Jährige ist allerdings auch Trainer und von daher, „ist es schon schade, wenn man im Finale steht, dann will man ja auch gewinnen.“

Kein schlechter Verlierer

Aber Gölzau war kein schlechter Verlierer, nahm die Silbermedaille für den zweiten Platz vom Kreisfachverband Fußball Anhalt-Bitterfeld entgegen.

Und auch wenn es auf Seiten des SVG keine Sektdusche gab, so wurde am Abend dann trotzdem im Vereinsheim die Saison 2016/17 gebührend gefeiert.

Über 300 Zuschauer in Roitzsch

Ebenso natürlich bei Pouch-Rösa, auch wenn einige Fans damit schon auf der Sportanlage des SV Roitzsch begannen. Insgesamt sahen 342 Zuschauer das Pokalendspiel. Eine Zahl, mit der der SVR sehr zufrieden war.

Roitzsch hatte sich bereits in den vergangenen drei Jahren um die Austragung des Pokalfinals beworben.

„Es bewerben sich ja aber immer mehrere Vereine aus dem Landkreis um die Austragung“, erklärte Eberhard Meißner, Kassenwart der Abteilung Fußball, „und man schaut bei der Vergabe auch immer, dass die teilnehmenden Vereine nicht zu weit fahren müssen. Wir hatten dieses Jahr Glück, da Pouch ja nicht so weit von uns entfernt liegt.“

Keine neue Bewerbung als Austragungsort

Gut drei Wochen hat die Organisation gedauert, zehn bis zwölf Vereinsmitglieder und Helfer waren am Samstagnachmittag um einen reibungslosen Ablauf bemüht. „Wir haben positives Feedback vom Fachverband bekommen“, war Vize-Abteilungsleiter Heiko Pollak zufrieden.

Im kommenden Jahr will sich der SV Roitzsch dann allerdings wohl nicht bewerben. „Jetzt haben wir ja den Zuschlag bekommen“, so Pollack lächelnd.

Stattdessen wird auch sein Verein im Pokal wieder um den Einzug in die Endrunde kämpfen - und darum, wer im kommenden Jahr den SV Pouch-Rösa als Kreispokalsieger beerben wird. (mz)


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