Fußball Transferblog Rakitic Und Bayern Was Plant Ancelotti?

Die Meisterschaft genießt offiziell wieder höchste und dem Vernehmen nach einzige Priorität beim FC Bayern. Mehr muss nicht. Uli Hoeneß hatte vorsorglich ein entsprechendes Credo ausgegeben, das alle Zweifel an diesem Minimalismus aus der Welt räumen sollte. „Alles andere ist die Sahne auf dem Kaffee“, sagte er zu vermuteten Ambitionen der Münchner im DFB-Pokal und der Champions League.

Weil die Sprachregelung nun mal so ist, bleibt an sich nur noch zu sagen: Es ist angerichtet. Nach 90 Tagen Sommerpause trifft der FC Bayern an diesem Freitagabend (20.30 Uhr, im Liveticker bei WELT.de) auf Bayer Leverkusen. Zum fünften Mal am Stück dürfen die Münchner als Deutscher Meister die Bundesliga-Saison mit einem Heimspiel eröffnen. Und alle erwarten, dass es Leverkusen ähnlich ergeht wie den Vorgängern: 3:1 gegen Mönchengladbach, 2:1 gegen Wolfsburg, 5:0 gegen den Hamburger SV und 6:0 gegen Werder Bremen lauteten die Ergebnisse aus Bayern-Sicht seit 2013.

Spannend wird im Angesicht der zu erwartenden Übermacht also sein, wie Trainer Carlo Ancelotti personell in die für ihn wichtige Spielzeit geht. Der 58 Jahre alte Italiener muss nach der aus Bayern-Sicht eher dürftig verlaufenen Saison im vergangenen Jahr liefern. Eine der großen Frage dabei ist, ob er fest mit Thomas Müller in der Offensive plant.

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Geht es nach dem ehemaligen Bayern-Spieler Lothar Matthäus, dann dürfte Müller eher außen vor als mittendrin sein. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte er: „Ancelotti hat klare Vorstellungen: Auf dem Flügel will er einen schnellen Spieler, der 1:1 geht, da ist Robben vor Müller. In der Zentrale jemanden, der den tödlichen Pass spielen kann – da ist Thiago vor Müller. Und vorne führt an Lewandowski kein Weg vorbei. Rein von der Vorstellung her hat man Müller immer im Kopf. Aber wenn man Position für Position durchgeht, wird es eng für ihn – was ich wirklich schade fände, weil Thomas ein Sympathieträger ist, ein Gesicht des FC Bayern.“

Saison 2016/17

Nur fünf Treffer erzielte Müller in der vergangenen Bundesliga-Saison. Und in den großen Spielen saß er meist draußen. Nach einem langen Urlaub ohne Confed-Cup-Teilnahme im Sommer und einer intensiven Vorbereitung will der Nationalstürmer in der WM-Saison wieder richtig zünden. „Thomas ist in guter Verfassung. Seine Vorbereitung war gut, er hat einige Tore geschossen“, sagte Ancelotti. Thiago und der von Real Madrid ausgeliehene James Rodríguez, Müllers direkte Konkurrenten für die Position hinter Torjäger Robert Lewandowski, fehlen wegen Verletzungen zum Auftakt. Das ist Müllers Chance.

Ancelotti ist beim FC Bayern gefordert

Bei den Bayern ist ja ohnehin viel im Schwange, mit durchaus ungewissem Ausgang. Der Umbruch ist mit dem Karriereende des langjährigen Kapitäns Philipp Lahm und des Mittelfeldstrategen Xabi Alonso eingeleitet worden. Franck Ribéry, 34, und Arjen Robben, 33, starten womöglich in ihre letzte Saison. Für 41,5 Millionen Euro haben sich die Bayern in dem Franzosen Corentin Tolisso andererseits den teuersten Bundesliga-Einkauf geleistet. Ancelotti sei „gefordert“, Umbruch und Erfolg „unter einen Hut zu bringen“, bemerkte Hoeneß.

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Der Klubobere ist in den vergangenen Wochen präsent und dauerbeseelt wie lange nicht mehr. Das ist auffällig – und lässt Raum für Interpretationen: Wer gibt beim Rekordmeister den Kurs vor? Bayern-Experte Matthäus sagt über die Machtverhältnisse beim Klub: „Als Uli nicht da war, war es ruhiger. Jetzt ist wieder mehr Unruhe, mehr Trubel drin, weil Uli natürlich polarisiert. Wir wissen, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß nicht immer einer Meinung sind, was den Sportdirektor betrifft, was die Auswahl der Spieler angeht, was den Trainer angeht – dennoch ergänzen sie sich sehr, sehr gut. Als Uli nicht da war, hat Kalle den Job super gemacht, Bayern sportlich wie wirtschaftlich weitergebracht. Aber jetzt ist Uli zurück, er ist der Präsident.“

Und der hat Dortmund als größten Konkurrenten für das vermeintlich einzige Ziel, die Meisterschaft, ausgemacht. Diesbezüglich kann er es etwas gelassener angehen, zumindest nach Einschätzung von Matthäus. Der stellt Dortmund kein allzu gutes Zeugnis aus. „Beim BVB hat man einen neuen Trainer, der die Bundesliga noch nicht kennt – und gerade in der Defensive zu viele langsame Spieler, die bei dem System, welches Peter Bosz spielen möchte, anfällig sind. Bosz lässt sehr hoch pressen, ist dafür hinten anfällig. Die Balance passt noch nicht. Dazu gibt es die Unruhe in der Mannschaft“, so Matthäus.

Saison 2016/17

An diesem Freitag spricht ohnehin erst mal vieles für den Rivalen aus Bayern. Zum 16. Mal gibt es ein offizielles Eröffnungsspiel im Stadion des Deutschen Meisters. Und der Titelverteidiger verlor nie (zwölf Siege, drei Unentschieden). Die Bayern konnten acht ihrer neun Startauftritte als Meister siegreich bestreiten. Nur der HSV ging 2008 bei einem 2:2 in München nicht als Verlierer vom Platz.


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Source : https://www.welt.de/sport/fussball/article167787947/Fuer-Thomas-Mueller-wird-es-eng-beim-FC-Bayern.html

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