Fußball: Aufstiegsrunde Der Mädchen Zur Bezirksliga U17 Mädchen Von GW Nottuln Machen Den Ersten Schritt

Am Rande des Hallenspektakels vor anderthalb Jahren mit dem U14-Bundesliga-Nachwuchs in der Kuckuckshalle wurde auch die Öffentlichkeit auf das Talent aufmerksam. Immerhin war der TSV Haiterbach damals die einzige Mannschaft im illustren Teilnehmerfeld mit einem Mädchen auf der Kaderliste. Leonie Laube kam bei drei Spielen zum Einsatz und damit erfüllte sich für sie ein schon lange gehegter Wunsch. Im Nachhinein betrachtet war dies ein erster wichtiger Schritt in Richtung Bundesliga. Denn die Schülerin am Nagolder Otto-Hahn-Gymnasium hielt damals nicht ihrem großen Traum hinter dem Berg, irgendwann mal in der Frauen-Bundesliga aufzulaufen.

Nach einem Bericht im Schwarzwälder Boten wurde sie noch vom einen oder anderen Mitschüler belächelt. Wer indes nicht lächelte war Theo Blaich: Nach dem Hallenturnier griff der Jugendtrainer der Spvgg Berneck/Zwerenberg zum Telefon und nahm Kontakt mit Leonie Laube auf. Und weil sich zu der Zeit die Mädchenmannschaft des TSV Haiterbach wegen Spielermangels auflöste, kam es zu einem Zweitspielrecht für die B-Juniorinnen in Berneck und Zwerenberg. Obwohl Leonie Laube eigentlich noch für die C-Jugend spielberechtigt gewesen wäre, zeigte sie in der Verbandsstaffel ­– die höchste Jugendstaffel des Württembergischen Fußballverbands – eine ansprechende Leistung. So erreichte sie mit der Mannschaft in diesem Jahr nicht nur die Vizemeisterschaft, sondern hatte in der Offensive zudem 21 persönliche Erfolgserlebnisse. Im Spiel gegen den TSV Münchingen gelang ihr sogar ein lupenreiner Hattrick.

Was allerdings trotz allem blieb, war der Wunsch, höherklassig zu spielen. So absolvierte Leonie Laube bereits im vergangenen Jahr ein Probetraining beim Bundesligisten VfL Sindelfingen und beim Oberligisten SV Eutingen. Beide Vereine hätten sie gerne für ihre Mannschaft gehabt, doch zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich noch bewusst dafür entschieden, weiterhin bei der Spvgg Berneck/Zwerenberg zu spielen.

Gegen Ende der abgelaufenen Saison hatten sich beide Vereine erneut gemeldet und wollten Leonie Laube erneut zu einem weiteren Training einladen. Doch jetzt hatte sie bereits ein Training beim KSC absolviert – und für sie war danach klar, dass sie nur nach Karlsruhe wechselt. Vor allem auch deshalb, weil Steffen Stadler ihr das Angebot machte, dass sie zweimal in der Woche in Karlsruhe und einmal bei ihrem Heimatverein trainieren kann. "Das ist für uns vom Aufwand noch vertretbar", erklärt Mutter Susanne Laube mit Blick auf die nicht unerheblichen Fahrtzeiten von Haiterbach nach Karlsruhe.

"Das kann man vom Niveau her nicht mit der Verbandsstaffel vergleichen – und es macht richtig Spaß", betont Leonie Laube, die bereits seit Mai bei den B-Juniorinnen in Karlsruhe mittrainiert. Nicht ohne Stolz fügt sie hinzu, das der Kader aus 24 Spielerinnen besteht – und trotzdem stand sie bisher in der Vorbereitung stets in der Startelf und spielte durch. Nebenbei hat die Offensivspielerin auch schon fünf Tore erzielt.

"Das hätten wir nicht erwartet, dass es so gut läuft", sagt Susanne Laube und fügt hinzu: "Der Wechsel nach Berneck war damals das Beste, was ihr passieren konnte". Und deshalb ermöglichen die Eltern ihr auch diesen Traum – "aber die Leistung muss sie selbst auf dem Feld bringen"

Die Gegner heißen ab jetzt Bayern München, TSG Hoffenheim oder SC Freiburg – und heute kommt es bei der Bundesliga-Premiere zum Duell mit dem VfL Sindelfingen. Das persönliche Ziel von Leonie Laube ist, trotz der großen Konkurrenz Stammspielerin beim KSC zu werden. Und klar hat sie noch andere Träume. "Wenn man die Leistung in der Bundesliga bringt, wird man eventuell von größeren Vereinen gesichtet", sagt der bekennende Bayern-Fan – oder womöglich kommt eines Tages ein Anruf von Bundestrainerin Steffi Jones.


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